DSGVO: Verschlüsselung

Einen Mittelweg zwischen Anonymisierung und Pseudonymisierung bildet die Verschlüsselung von Daten, da hier zwar ein Schlüssel zur Wiederherstellung der Originaldaten besteht, jedoch keine Pseudonyme verwendet werden. Im Unterschied zur Pseudonymisierung wird bei der Verschlüsselung der gesamte Datensatz verschlüsselt und es werden nicht lediglich einzelne Identifikationsmerkmale durch Pseudonyme ersetzt.

Während pseudonymisierte Daten weiterhin Aussagekraft haben, ohne den Schlüssel aber keine Identifikation ermöglichen, so haben verschlüsselte Daten ohne den Schlüssel keine Aussagekraft mehr, da der »Klartext« in unleserliche Zeichenfolgen umgewandelt wird.

Auch verschlüsselte Daten unterliegen jedoch weiterhin dem Anwendungsbereich der DSGVO. Die Information und damit der Personenbezug wird durch die Entschlüsselung wiederhergestellt. Es wird lediglich verhindert, dass ein Dritter – mangels Schlüssel – Missbrauch mit den Daten begehen kann. Wie auch die Pseudonymisierung stellt die Verschlüsselung damit (lediglich) eine Maßnahme dar, um die Sicherheit der Verarbeitung zu erhöhen. In den Artikeln 6, 32 und 34 DSGVO wird ausdrücklich auf die Verschlüsselung verwiesen.

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